Home Nachrichten Recht Tipps für Start-ups in Berlin – Richtlinien und Beispiele
Tipps für Start-ups in Berlin – Richtlinien und Beispiele
0

Tipps für Start-ups in Berlin – Richtlinien und Beispiele

0
0

Tipps für Start-ups in Berlin – Richtlinien und Beispiele Berlin ist die Hochburg der Start-ups in Deutschland, denn auf eine Neugründung in München kommen 2,8 in Berlin. 2011 waren es 44.460 Neugründungen und laut Studien der McKinsey-Forschung steigt diese Anzahl seit 2006 jedes Jahr um acht Prozent. Berlins Start-up Szene boomt seit Jahren; © Robert Kneschke – Fotolia.com Die Prognose lautet, dass bis 2020 über 100.000 neue Arbeitsplätze geschaffen sein könnten, ein Boom, der vor allem die maroden Berliner Kassen wieder füllen könnte. Ausländische und deutsche Kapitalgeber investieren Millionen in Start-ups, so dass in Zukunft ein großer Markt an unterschiedlichen Branchen und Kreativen Unternehmen entstehen könnte. Wer seine eigene Firma gründen will, sollte jedoch auf einige grundlegende Dinge achten und neben einer guten Finanzierung die rechtliche Situation und einige Absicherungen berücksichtigen. Onlineshop – AGBs und Richtlinien Wer einen Onlineshop mit eigenen Produkten betreibt, sollte sowohl bei der Artikelbeschreibung, als auch bei der Preisauszeichnung präzise vorgehen. Die Preise müssen Bruttopreise beinhalten, mit Angabe der Umsatzsteuer und weiteren Preisbestandteilen, sowie der Kennung der Mehrwertsteuer. Die Artikelbeschreibung sollte alle wichtigen Bezeichnungen darlegen, wie Größe, Gewicht, Farbe, Warengruppe und Funktionsweise. Es gibt für unterschiedliche Artikelgruppen Sondervorschriften, wie für Textilien oder Lebensmittel: • Textilien: Textilkennzeichnungsverordnung • Lebensmittel: Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung • Kosmetik: Verordnung über kosmetische Mittel • Schuhe: Bedarfsgegenständeverordnung • Haushaltsartikel: Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung • Spielzeug: Europäische Spielzeugrichtlinie Unter folgendem Link gibt es zum Beispiel eine übersichtliche Darstellung der europäischen Richtlinien zur Textilverordnung. Es gibt für Onlineshops und Onlinedienste keinen Zwang der Darlegung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB), aber das Telemediengesetz von 2007 sieht vor, dass eine Datenschutzerklärung und ein Impressum vorliegen müssen. Trotzdem ist es ratsam, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf die Homepage zu stellen, denn ohne die eigenen Angaben richtet sich der gesetzliche Rahmen allein auf das Bürgerliche Gesetzbuch oder das Handelsgesetzbuch. Wer jedoch grundlegende und für die Zukunft mehrfach verwendbare Klauseln und Bedingungen eintragen und festlegen will, macht sie mit den AGBs für die Kunden öffentlich und sichert sich nach seinen eigenen Vorgaben ab. Allerdings sollten Unternehmen auf ungültige AGB-Klauseln achten, denn dies könnte Schadensersatz oder Klagen nach sich ziehen. Zum Beispiel sind Änderungen schriftlich zu bestätigen und eine Transportgefahr darf nicht auf den Kunden abgewälzt sein. In folgendem Beispiel erläutert ein Onlineshop, wie der Kaufvertrag zustande kommt, welche Zahlungsarten möglich sind und welche Pflichten der Verkäufer bei Mängeln oder Verjährung besitzt. So kann der Onlineshop mögliche Klagen abwenden und bei Unklarheiten auf die AGBs verweisen. Diese Webseite beschäftigt sich mit wichtigen Informationen für Fahrer und den Zustand der Autos, die für das private Sharing von Fahrzeugen notwendig sind. Das sichert Kunden und Onlineunternehmen ab und ist außerdem hilfreich bei Fragen und spezifischen Problemen. In diesem Interview berichtet der Managing Director des Berliner Zweigs des Unternehmens über die Möglichkeiten, die Berlin für Neugründer bietet: „In Kombination mit großartigen Lebensstandards hat Berlin im Vergleich zu Metropolen wie London einen deutlichen Vorteil. Nur um Missverständnisse auszuräumen: Es bedarf weit mehr als günstigen Rahmenbedingungen, um ein erfolgreiches Unternehmen zu etablieren. Aber die Grundvoraussetzungen sehe ich in Berlin gegeben.“ http://www.berlin.de/special/computer-und-handy/internet/startups/interviews/3700681-934258-drivymanagingdirector-gero-graf.html Bei den Datenschutzangaben richten sich die Vorschriften nach § 13 Absatz 1 des Telemediengesetzes. Darin muss dargelegt sein, welche Daten bei Betreten der Webseite erhoben und erfasst werden und wofür der Shop diese weiterverwenden will. Bei der Nutzung Sozialer Netzwerke und Analyse- und Trackingtools sind weitere Hinweise zwingend notwendig. Typische Fehler bei Start-ups Start-ups kommen und gehen, doch nach einer Studie von CB Insights scheitern die Neugründungen im Schnitt bereits nach 20 Monaten und 1,3 Millionen investierten US-Dollar. Ein großer Fehler liegt in der fehlenden Nachfrage nach den angebotenen Produkten oder Dienstleistungen, denn fast 42 Prozent der untersuchten Unternehmen hat entweder die falsche Zielgruppe angesprochen oder ein Produkt hergestellt, das keinen Markt finden konnte. Outfittery ist als Herren-Ausstatter mit inklusivem Onlineberater beispielsweise in eine Nische vorgedrungen, die dem Unternehmen sogar den Preis des Start-up des Jahres 2012 einbrachte. Denn nicht nur Frauen wollen online shoppen und sich ausprobieren, auch bei Männern gibt es einen hohen Bedarf an individueller Beratung und der Möglichkeit, die Kleidung anzuziehen und wieder zurückzuschicken. Außerdem benötigen Start-ups einen Finanzplan, der das Unternehmen die ersten Jahre tragen kann und ein Team, das am selben Strang zieht. Fast 29 Prozent der Start-ups stehen beim Scheitern vor dem finanziellen Aus, 23 Prozent zerbrechen an internen Differenzen. Das Start-up HelloFresh liefert Zutaten direkt nach Hause und konnte sich innerhalb weniger Jahre nach der Gründung 2011 zu einem millionenschweren Unternehmen entwickeln, das über ein großes Netzwerk weltweit verfügt. Die Gründer glauben an kleine starke Teams, die sich mit dem Unternehmen auseinandersetzen und für faire Bedingungen vor Ort stehen. Die Geschichte der Berliner Firma gibt es in diesem Video zu sehen. Start-ups in Berlin bieten einen interessanten Markt für zahlreiche Ideen und die Stadt besitzt einen großen Pool aus kreativen und unternehmerischen Menschen. Diese Homepage listet wichtige Netzwerke und Beratungsstellen für Neugründer auf, so dass auch in Zukunft neue Start-ups die Berliner Szene bevölkern können. An der Finanzierung scheitern viele Neugründungen Pixabay.com © jarmoluk (CC0 1.0)

LEAVE YOUR COMMENT

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.